Mutismus ist eine besondere Form der Angststörung im Kindesalter

 

Betroffene Kinder können sprechen, verstummen jedoch in bestimmten sozialen Situationen – zum Beispiel im Kindergarten, in der Schule oder gegenüber fremden Personen. Dieses Schweigen ist keine generelle Verweigerung zu Kommunizieren, sondern eine Reaktion auf starke innere Anspannung.

 

Formen von Mutismus

Selektiver (elektiver) Mutismus
Beim selektiven Mutismus spricht das Kind in vertrauten Situationen, meist zu Hause oder mit sehr nahestehenden Personen, flüssig und altersgerecht, verstummt jedoch in bestimmten sozialen Kontexten wie Kindergarten, Schule oder gegenüber fremden Personen.
 

Totaler Mutismus
Beim totalen Mutismus zeigt das Kind über einen längeren Zeitraum ein vollständiges Schweigen in nahezu allen Lebensbereichen. Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit ist dabei grundsätzlich vorhanden, wird jedoch aufgrund starker innerer Blockaden nicht genutzt.
Diese Form tritt seltener auf und geht häufig mit einer sehr hohen emotionalen Belastung bis hin zum Trauma einher.

Bei beiden Mutismusformen sollten so früh wie möglich unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden. 

 

Meine Vorgehensweise bei selektivem Mutismus

Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist die Orientierung an der Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMuT). 

Dieses fachlich fundierte, strukturierte Konzept wurde speziell für die Therapie von Kindern mit Mutismus entwickelt und legt den Fokus auf Vertrauensaufbau, Beziehungsgestaltung, Angstreduktion und die kleinschrittige Förderung der kommunikativen Fähigkeiten. 

DortMuT arbeitet ohne Druck und orientiert sich konsequent an den individuellen Voraussetzungen und dem Tempo des Kindes. 

Ein weiterer zentraler Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit mit Eltern sowie pädagogischen Einrichtungen, um dem Kind Sicherheit und Kontinuität im Alltag zu ermöglichen. 

 

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

 

Was mir in der Arbeit mit Kindern, die selektiven Mutismus zeigen,  besonders wichtig ist: 

• Aufbau einer tragfähigen Beziehung als Grundlage jeder Entwicklung 

• angstreduzierende, spielerische Zugänge auf Basis des DortMuT-Modells 

• Förderung von nonverbalem Ausdruck als Brücke zur Sprache 

• enge Zusammenarbeit mit Eltern, Kita und Schule 

• individuelle Begleitung im eigenen Tempo des Kindes, Schritt für Schritt

 

Mutismus verschwindet nicht von selbst. Frühzeitige, fachlich fundierte Begleitung, orientiert an bewährten Konzepten wie dem DortMuT-Modell, kann jedoch entscheidend dazu beitragen, dass Kinder wieder Vertrauen in das eigene Sprechen in verschiedensten Situation entwickeln. 

 

 

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Die Begleitung in der Förderpraxis Beck erfolgt pädagogisch, förderorientiert und präventiv.
Sie stellt keine Behandlung im medizinischen, psychologischen oder psychotherapeutischen Sinne dar.
Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilbehandlungen durchgeführt.


Bei Bedarf wird eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachstellen empfohlen (Cotherapie).

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