Late Talker

Late Talker (auf Deutsch oft: Spätsprecher oder sprachlich spät entwickeltes Kind) bezeichnet Kleinkinder, deren Sprachentwicklung deutlich langsamer verläuft als altersgemäß erwartet – ohne dass andere Entwicklungsbereiche (Motorik, Kognition, Sozialverhalten, Hören) auffällig sind.

 

Kurz erklärt

Alter: meist zwischen 18 und 24 Monaten

Auffälligkeit: vor allem die aktive Sprache (Wortschatz, Zweiwortkombinationen)

Verständnis: oft altersgerecht

Sonstiges: Spiel, Motorik, soziale Interaktion unauffällig

 

Typische Merkmale

- Kind spricht mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter und verwendet keine oder kaum Zweiwortsätze („Mama Auto“, „Saft trinken“)

- Gute nonverbale Kommunikation (zeigen, Blickkontakt, Gesten)

- Kind versteht Aufforderungen, spricht aber wenig

 

Wichtige Abgrenzung

Ein Late Talker ist keine Diagnose, sondern eine Beschreibung des Entwicklungsstandes.


 

Verlauf & Prognose

- etwa 50–70 % holen die Sprache bis zum 3.Lebensjahr auf (Late Bloomers)

- ABER: 30 - 50%  zeigen später anhaltende Sprachschwierigkeiten → deshalb frühe Beobachtung wichtig

 

Was ist sinnvoll bei Late Talkern?

1.Frühe sprachfördernde Begleitung (alltagsintegriert, spielerisch)

2.Elternberatung (Modellieren statt Abfragen)

3.Verlaufsbeobachtung (z. B. Wortschatzwachstum über 3–6 Monate)

Bei Unsicherheit: Logopädische Abklärung

💡 Pädagogisch wichtig: Kein Druck, kein „Abfragen“, sondern sprachreiche Interaktion, Wiederholungen, gemeinsames Spiel

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